Breathe and Recharge – Workshop-Reihe mit Andrea

Lade Deine Akkus mit Hilfe Deines Atmes wieder auf!

Hier kommt der lebendige Beweis dafür, dass Adho Mukha Svanasana, unser heißgeliebter herabschauender Hund, sogar im Schnee geübt werden kann. Und so wie dieser Hund auf dem Foto bereits seinen Kopf gehoben hat, sieht es aus, als ob er auf direktem Wege Richtung Plankpose und Chaturanga Dandasana wäre. Na, dann mal los! 

Das Schöne an diesem Foto ist auch die kleine Erinnerung daran, dass ein wichtiger Teil der Yogapraxis abseits der Matte stattfindet – Mitten im Leben oder eben auch mal im Schnee 😉 Überall dort, wo uns das Leben immer wieder aufs Neue auf die (kalte) Probe stellt. Mir fallen da spontan so einige Herausforderungen ein:

Kann ich innerlich weich bleiben, wenn mir meine vorpubertierende Tochter am allerliebsten jede Frage mit einem lauten Nein beantwortet? Kann ich meinen Humor bewahren, wenn mir mein Sohn freudestrahlend eine Bastelei überreicht, bei der nicht nur das Bild glitzert, sondern auch der komplette Esstisch inklusive Teppich? Kann ich trotz des vorweihnachtlichen Wahnsinns gelassen bleiben? Gelingt es mir ruhig und zuversichtlich zu bleiben, obwohl das Leben weiterhin von der Pandemie bestimmt wird? Bleibe ich bei alledem meinem Atem treu? Oder, noch etwas ehrlicher formuliert: Finde ich zumindest immer wieder zeitnah zu einem gewissen inneren Frieden zurück? Schaffe ich es, dass der ganze Stress nicht allzu lange in meinen Zellen hängenbleibt oder sich dort gar nicht erst festsetzt? 

Weihnachten ist da jedes Jahr eine Zeit besonderer Herausforderungen. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater in seiner Tätigkeit als Psychotherapeut in der Vorweihnachtszeit stets Hochkonjunktur hatte. Das Zusammentreffen der Familie kann neben seinen schönen Seiten auch jede Menge Zündstoff haben. Da kommt es gerne mal zu inneren und ggf. auch äußeren emotionalen Wallungen. 
Dazu passt sehr gut das folgende Zitat von Ram Dass: „Wenn du glaubst erleuchtet zu sein, dann verbringe eine Woche mit Deiner Familie.“ Uns nahestehende Menschen besitzen die „großartige“ Gabe all jene Knöpfe zu drücken, von denen wir manchmal gar nicht (mehr) wussten, dass es dieses Knöpfe überhaupt (noch) in uns gibt.

Pack also unbedingt, egal wohin Dich deine Wege in den kommenden Tagen führen werden, Deine Yogamatte ein. Selbst eine kurze, aufmerksame Zeit auf der Matte kann so hilfreich sein, Dich innerlich neu auszuloten, Dich zu klären, die Perspektive zu wechseln und wieder ein wenig stiller zu werden.

Nimm Dir rechtzeitig eine Pause, möglichst schon weit bevor Du nicht nur von den äußeren Umständen, sondern vor allem auch von jenen inneren Wallungen überrumpelt wirst. Wir begleiten Dich mit unseren archivierten Stunden sehr gerne dabei. Und wenn Du in Freiburg bleibst, stehen Dir unsere Türen und Herzen für den analogen Yogaunterricht weiterhin offen.